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Auf den Westie gekommen…

Tiere gehörten schon immer zu meinem Leben und ich habe, bis auf eine kurze „Dackel-Zeit“, immer große Hunde verschiedenster Rassen bzw. Mixe an meiner Seite gehabt. Es war selbstverständlich, mit diesen Hunden nicht nur in der Familie zu leben sondern auch viel Zeit und Energie auf dem Hundeplatz zuzubringen und dort die Hunde ihren Neigungen gemäß auszubilden. Unser Flatcoated Retriever SamUnser letzter „Großer“, ein Flat Coated Retriever namens Sam, wurde als Begleit- und Fährtenhund ausgebildet und sollte eigentlich mit mir in den Rettungsdienst der Johanniter einsteigen. Leider konnten wir diese Ausbildung nicht antreten, da Sam seit Junghundalter an einer chronischen Ohrenentzündung litt, die trotz Medikamenten, Therapien und OP nicht in den Griff zu bekommen war. Im Januar 2002 mussten wir unseren Dicken wegen der inzwischen eingetretenen Wesensveränderungen schweren Herzens auf Anraten des Tierarztes im Alter von sechs Jahren einschläfern lassen.

Sam war für mich ein besonderer Hund, mit dem ich mich ohne Worte verstand und der ganz auf Frauchen fixiert war. Klar, dass ich „litt, wie ein Hund“, als unser Dicker nicht mehr bei uns war.
Da passte es nach Meinung meines Mannes, der Gott sei Dank genauso "hundeverrückt" ist wie ich, sehr gut, dass sich Bekannte von ihrer Westiehündin trennen wollten, weil diese angeblich unverträglich mit anderen Hunden und Kindern sei. Das hieße doch, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Ich hätte was zu tun, den Hund wieder hinzubiegen und wir hätten wieder einen vierbeinigen Kumpel bei uns. Also fuhren wir –ich recht widerwillig und skeptisch, denn wer will nach Großhunden schon eine kleine Fußhupe???- im März 2002 nach Ratzeburg, um den renitenten Westie zu begutachten.

Arielle vom Bultmoor hieß das edle Fräulein, das sich so gar nicht unverträglich sondern eher schmusig und pfiffig präsentierte. Die Unverträglichkeit äußerte sich in der Form, dass sie den achtmonatigen Cocker erzieherisch anrüpelte, weil der sich in ihrem Körbchen breitmachte und sie die Kinder anknurrte, weil die sie in den Schrank sperrten… Es genügte ein Blick zwischen meinem Mann und mir, ich packte die kleine Taschendogge unter den Arm, taufte sie Jazzy und war um ein Familienmitglied reicher. Jazzy demontierte im Laufe der nächsten Monate mein auf Spaziergängen mit Sam erworbenes Feindbild des kläffenden und verpimpelten Westies und verwandelte mich in einen begeisterten Fan dieser Rasse. Es brauchte nicht viel Überzeugungskraft, meinem Mann einen zweiten Westie schmackhaft zu machen, und so kam im Juli 2003 unsere Paula dazu.

Paula erschien uns seit dem ersten Tag wie eine Reinkarnation unseres Sam und ich behaupte bis heute, dass sich der Dicke in den kleinen, weißen Anzug gezwängt hat, um wieder bei uns zu sein…

Irgendwann beschlossen wir, von Paula Welpen zu bekommen, von denen ein Baby bei uns bleiben sollte. Recht unbedarft gingen wir an dieses Vorhaben, lernten aber Gott sei Dank über ein Forum Züchter kennen, die uns sehr schnell und rigoros auf den „rechten Weg brachten“. Wir beschlossen, die Westiezucht nach den richtigen Kriterien und Voraussetzungen zu beginnen und nannten unseren Zwinger in Erinnerung an unseren Dicken „Of Mindfully Sam“.

Da sich im Juni 2006 Duncan of the white Dream zu unserem Rudel gesellte, lebt nach erfolgreicher Zuchtzulassung auch ein Vater für den erhofften Nachwuchs in unserem Haus. Duncan steht gesunden Hündinnen ebenfalls als Deckrüde zur Verfügung.