Berufsunfähigkeit: Wie sorge ich vor?


Rund ein Fünftel der Berufstätige ist irgendwann von Berufsunfähigkeit betroffen. Dabei wähnen sich viele Arbeitnehmer mit einer privaten Unfallversicherung auf der sicheren Seite. Sie gehen davon aus, dass es zu einer Berufsunfähigkeit vorrangig infolge eines Unfalls kommen kann, tatsächlich machen Unfälle nur einen sehr geringen Anteil der Fälle von Berufsunfähigkeit aus.

Psychische Ursachen nehmen zu

Vielmehr sind körperliche und psychische Erkrankungen Ursache für Berufsunfähigkeit. Vor allem psychische Ursachen werden dabei häufig unterschätzt. Sie nehmen aber ungefähr 28 Prozent der Fälle von Berufsunfähigkeit ein. Stress, Zeitdruck, Mobbing oder familiäre Probleme können dabei selbst außerhalb der klassischen Risikogruppen zu Krankheitstagen oder einer langfristigen Arbeitsunfähigkeit führen. Wer dauerhaft nicht mehr in der Lage ist seinen Beruf auszuüben, hat dabei nur geringe Leistungen von staatlicher Seite zu erwarten. So erhält ein gesetzlich Rentenversicherter, der nach dem 1. Januar 1961 geboren worden ist, zwar eine Erwerbsminderungsrente. Diese macht bei einer vollständigen Berufsunfähigkeit aber gerade mal 30 Prozent des letzten Bruttolohns aus. Liegt nur eine teilweise Berufsunfähigkeit, kann dieser Satz sogar weitaus geringer ausfallen.

Finanziellen Bedarf ermitteln und vorsorgen

Dabei reichen diese Leistungen kaum aus, um den eigenen Lebensstandard zu erhalten, häufig lässt sich damit nicht einmal der eigene Lebensunterhalt sichern. Mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung kann man hingegen die Versorgungslücke schließen und die Rente die im Fall der Berufsunfähigkeit gezahlt werden soll, ganz nach seinen persönlichen Ansprüchen anpassen. So ist es möglich, die Rentenhöhe entsprechend des tatsächlichen finanziellen Bedarfs festzulegen.

Beitragshöhe

Die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung ergeben sich dabei neben der Rentenhöhe aus dem alter bei Versicherungseinstieg, dem Geschlecht, Gesundheitszustand und dem ausgeübten Beruf des Versicherten. Da jede Versicherungsgesellschaft hierbei unterschiedlich Berechnungsgrundlagen hat, lohnt sich häufig ein genauer Versicherungsvergleich, denn die Beiträge können sich selbst bei gleichen Grundvoraussetzungen erheblich unterscheiden. Zusätzlich empfiehlt sich die Beratung durch einen unabhängigen Experten. Er kann Ihnen beispielsweise auch mit Rat zur Seite stehen, wenn bereits Vorerkrankungen vorliegen, egal ob körperlicher oder psychischer Natur und in Ihrem Auftrag eine anonyme Risikovoranfrage stellen, um eine Ablehnung durch eine Versicherungsgesellschaft zu vermeiden.

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