Chronische Gastritis – Entzündung der Magenschleimhaut


Unter einer chronischen Magenschleimhautentzündung, medizinisch auch chronische Gastritis genannt, versteht man eine Entzündung der Magenschleimhaut, die teils Jahre dauern kann, dabei aber über weite Strecken beschwerdefrei verläuft. Gastritis betrifft vor allem Erwachsene und hier ältere Menschen. Normalerweise ist die Magenschleimhaut gut durchblutet und wird durch einen Schutzfilm vor aggressiven Stoffen, darunter die Magensäure, aber auch über die Nahrung Aufgenommenes geschützt. Ihrerseits ist sie der Schutzfilm der Magenwand. Kommt es jedoch zu einer Schädigung dieser schützenden Schleimschicht, kann die darunterliegende Magenschleimhaut verletzt werden. Dann sind auch Säureattacken auf die Magenwand möglich. In der Folge kommt es zu einer Magenschleimhautentzündung, deren Symptome ähnlich deren eines nervösen Magens sind.

Die Ursachen für eine Erkrankung an Gastritis können unterschiedlicher Natur sein. Man geht davon aus, dass sie vor allem eine Folge des körperlichen Alterns ist, etwa durch veränderte Durchblutung oder einen Reflux, der auch muskuläre, nicht nur operative Gründe haben kann. Als externe Auslöser von Magenschleimhautentzündungen gelten beispielsweise übermäßiger Alkoholgenuss (kann auch für Kaffee, Tee und Nikotin gelten), Medikamente wie Kortison, Rheuma- oder Schmerzmittel sowie psychische Belastungen (Stress) und Operationen oder Verletzungen.

Ursachen der Magenschleimhautentzündung

Unterschieden werden, je nach Ursache und auch je nach betroffenem Magenteil, vor allem drei verschiedene Gastritis-Typen: Typ A ist eine Autoimmunerkrankung, was heißt, der Körper selbst greift die Schleimhaut des Magens an. Dies birgt, da die Zellstruktur betroffen ist, ein erhöhtes Krebsrisiko in sich. Bakterien dagegen, in den meisten Fällen der Helicobacter pylori, verursachen den Typ B. Rückfluss von Galle aus dem Zwölffingerdarm oder aber Medikamente gehören zu den Verursachern des Typs C.

Symptome der chronischen Gastritis

Die Symptome chronischer Magenschleimhautentzündung treten dabei meist nur nach den Mahlzeiten auf und variieren, je nachdem wie stark die Magenwände schon angegriffen sind. Oft sind sie unspezifisch, da nicht immer gleichartig auftretend: Dazu gehören Druck- oder Völlegefühl (Blähungen), aber auch Magenschmerzen oder -krämpfe sind möglich. Unangenehmes Aufstoßen, plötzliche Übelkeit oder Erbrechen werden ebenfalls genannt. Eine belegte Zunge und etwaiger Mundgeruch sind ebenfalls denkbar. Je nach Schwere der vorgenannten Symptome sind auch Appetitlosigkeit und damit eine allgemeine Schwäche möglich. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn sich aus der andauernden Magenschleimhautentzündung ein Magengeschwür entwickelt: Magenblutungen oder gar ein Magendurchbruch sind dann körperliche Alarmsignale, die durchaus auch plötzlich auftreten können.

Verlauf und Therapie

Die meisten Betroffenen mit chronischer Gastritis merken nämlich über lange Zeit nichts von ihrer Erkrankung, sie wird oft nur zufällig diagnostiziert. Probate Mittel sind die Magenspiegelung (Gastrokopie) und die Untersuchung (Biopsie) von Gewebeproben. Zellveränderungen oder der Nachweis des Helicobacter pylori sind so etwa möglich. Auch das Blutbild kann auf eine Magenschleimhautentzündung schließen lassen. Etwa, wenn eine durch Vitamin B12-Mangel verursachte Blutarmut festgestellt wird, die z. B. ein Zeichen für eine Gastritis Typ A sein kann.

Therapeutische Ansätze zur Beschwerden-Linderung sind wie bei einer akuten Gastritis auch Schonkost, Wärme sowie der Verzicht auf Kaffee, Nikotin und Alkohol. Achtung bei verdorbenen Lebensmitteln. Auch Entspannungstechniken können helfen. Medikamentengaben sind jedoch abhängig vom Gastritis-Typ; bei Typ B etwa ist eine meist antibakterielle Therapie sinnvoll, bei Typ C kann die zusätzliche Einnahme eines pflanzlichen Arzneimittels die Nebenwirkungen eines die Magenschleimhaut angreifendes Medikamentes lindern.

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