Was zahlt die Krankenkasse beim abnehmen?


Viele Menschen haben Übergewicht! Dies belastet nicht nur die Menschen selbst, sondern auch unser Gesundheitssystem finanziell. Wie ja hinlänglich bekannt sein sollte, leiden die meisten Übergewichtigen im Alter unter Folge-Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Gelenk-Problemen oder sonstigen Beschwerden. Aus diesem Grund haben sich die Krankenkassen dazu entschieden frühzeitig dagegen vorzugehen, so zahlen die Krankenkassen unter anderem Abnehm-Kurse oder sogar ein Magenband – Wenn man die richtigen Voraussetzungen dafür mit bringt.

Was zahlt die Krankenkasse genau und welche Voraussetzungen muss man dafür erfüllen?

Leider kann man diese beiden fragen nicht so leicht pauschalisieren, da die Regeln hier von Kasse zu Kasse unterschiedlich sind. Die einen Zahlen einen Kurs, die anderen wiederum nicht. Zusätzlich kommen noch Unterschiede zwischen privaten Krankenversicherungen und gesetzlichen Krankenversicherungen hinzu. Wer detailgenau wissen möchte was die eigen Kasse zahlt sollte am besten selbst bei dieser Nachfragen oder sich ggf. als Alternative ein paar Krankenkassen im Vergleich ansehen.

Doch fassen wir einmal die groben Fakte zusammen: Tatsache ist, desto teurer das Vorhaben, desto schwerer ist es dieses von der Krankenkasse genehmigt zu bekommen. 

  • Ein Abnehm-Kurs, oder auch eine Ernährungsberatung, besteht in der Regel aus etwa 8 – 12 Sitzungen und wird normalerweise nur an Personen gezahlt welche einen BMI von 25 bis 30 haben. Zudem muss man das Geld selbst vorstrecken (man erhält 80 – 90% zurück nachdem der Kurs absolviert wurde) und der Kurs muss gewisse Anforderungen erfüllen: Der Kurs muss von qualifiziertem Fachpersonal geleitet werden wie etwa einer ausgebildeten Diätassistentin, es darf keine Werbung für Diätmittel jeglicher Art stattfinden und der Kurs muss Inhaltlich und methodisch gewisse Kriterien erfüllen.

Wer so einen Kurs gerne einmal machen möchte der fragt am besten direkt bei der Krankenkasse nach, diese gibt einem dann eine Liste von akzeptierten Kursen in der nähe oder von evtl. vorhandenen Online-Kursen. 

  • Ein Magenband, auch beim Magenband, wie bei den meisten anderen Eingriffen welche die Krankenkasse zahlen soll, muss eine medizinische Notwendigkeit vorhanden sein. Dies bedeutet z.B. dass ein BMI über 40 vorhanden sein sollte und auch alle anderen Therapie-Möglichkeiten erfolglos getestet wurden. Zudem dürfen keine zusätzlichen Krankheitsbedingten Risiken vorliegen welche den Operativen Eingriff riskanter machen. Eine genaue Aussage ab wann ein Magenband auch wirklich „medizinisch notwendig“ ist, wird aber nur ein Sachverständiger feststellen können. 
  • Eine Bauchstraffung ist wohl mit das Schwerste von der Krankenkasse zu erhalten, da dies meistens als Schönheitsoperation betrachtet wird. Auch wenn „seelische“ Probleme aufgrund der Bauchlappen vorhanden sind so klappt es meist nur selten bis gar nicht mit dieser Begründung eine Bauchstraffung von der Krankenkasse zu erhalten. Die Krankenkasse zahlt eigentlich nur eine Bauchstraffung wenn eine medizinische Indikation vorliegt. Eine medizinische Indikation könnte beispielsweise vorliegen wenn die Hautlappen direkt aufeinander liegen und durch regelmäßiges scheuern Wunden entstehen oder bei vermehrten Pilzinfektionen – Doch selbst dann ist es nicht leicht den Antrag durch zu bekommen.

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